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FFH Managementplanung "Oberes Temnitztal Ergänzung"

Die Temnitz stellt einen seltenen Lebensraum für gefährdete Arten wie die Kleine Flussmuschel und den Bitterling dar. Der Fluss wurde daher als sogenanntes Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet in das europäische Schutzgebiets-Netz Natura 2000 aufgenommen. Um diesen Lebensraum und seine Arten dauerhaft zu schützen und dabei auch die Interessen der Eigentümer und Nutzer zu beachten, sollen im Rahmen der jetzt stattfindenden Managementplanung geeignete Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen entwickelt werden. Die Stiftung koordiniert die Arbeiten und hat das Büro LB Planer+Ingenieure GmbH mit der Erstellung des Managementplans beauftragt. Regionale Akteure, beispielsweise Landeigentümer und Landnutzer, Vertreter von Naturschutz- und Landnutzerverbänden sowie Interessierte und Ortskundige sind eingeladen, sich in den Planungsprozess einzubringen. Die Infoveranstaltungen dienen der Vorstellung des Natura 2000-Gebietes sowie der Ziele und Inhalte der Managementplanung im Allgemeinen. Außerdem sollen die verschiedenen Akteure Gelegenheit finden, sich kennenzulernen und erste Gebietsinformationen auszutauschen. In den kommenden drei Jahren wird eine regionale Arbeitsgruppe den Planungsprozess begleiten. Zudem werden verschiedene Exkursionen und Infoveranstaltungen angeboten. Ende 2020 soll die Managementplanung abgeschlossen sein. Weitere Informationen sowie ein Steckbrief des Natura 2000-Gebietes sind unter www.natura2000-brandenburg.de zu finden. 


Natura 2000-Gebiet „Oberes Temnitztal Ergänzung“

Das FFH-Gebiet „Oberes Temnitztal Ergänzung“ erstreckt sich über etwa 35 Kilometer weitestgehend als schmales Band vom nördlich angrenzenden FFH-Gebiet „Oberes Temnitztal“ bis zur Mündung der Temnitz in den Rhinkanal. Der Verlauf des Flusses ist an vielen Stellen begradigt, doch kurz vor Mündung in den Rhinkanal mäandert er wieder. An den Fluss grenzen Weiden und Wiesen. Der Mittel- und Unterlauf der Temnitz ist stellenweise von Gehölzen gesäumt. Die Temnitz ist Lebensraum vom Aussterben bedrohter Arten, wie der Kleinen Flussmuschel. Bis vor wenigen Jahrzehnten galt diese Art als häufigste heimische Fließgewässermuschel. In vielen Regionen Europas ist sie bereits ausgestorben. Auch andere geschützte Arten sind in der Temnitz zu finden.


Natura 2000 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Natura 2000 stellt das größte Schutzgebietsnetz der Welt dar. Es dient dem Erhalt der biologischen Vielfalt in der Europäischen Union. Es setzt sich zusammen aus Vogelschutzgebieten und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten. In Brandenburg gibt es über 600 Natura 2000-Gebiete, die sich etwa über ein Viertel der Landesfläche erstrecken. Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gibt es 46 Natura 2000-Gebiete.

Mitarbeiter der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg (Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg) koordinieren die Managementplanung im Landkreis derzeit für die Gebiete Bärenbusch, Mühlenteich, Oberes Temnitztal Ergänzung, Oberheide, Postluch Ganz, Südufer Ruppiner See.


Vergangene Veranstaltungen

 

 

 

Amt Temnitz

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